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Wenig Action, viele Reminiszenzen, trotzdem nicht schlecht
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Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: The Monster in the Box (Broschiert) Eines Tages sieht Inspektor Wexford in Kingsmarkham zufällig Eric Targo wieder und damit begegnet er seinem persönlichen Alptraum, den er während der letzten Jahrzehnte wie ein "Monster in einer Box" in einer Schublade seines Gedächtnisses eingeschlossen, aber nie vergessen hatte. Seit Jahrzehnten hält er Targo für (mindestens) zwei alte Mordfälle verantwortlich, aber er konnte nie Beweise erbringen, sondern nur sein "Bauchgefühl". Seiner Meinung nach hat Targo ihn gestalkt, ihm bedeutungsvolle und zynische Blicke zugeworfen und sich durch sein Verhalten quasi absichtlich selbst entlarvt, jedoch hatte er kein Motiv. Wexford konnte trotz aller Ermittlungen nichts gegen ihn unternehmen. Als er nach dem neuerlichen Auftauchen Targos einem Kollegen von der Geschichte erzählt, nimmt dieser ihn zuerst nicht ernst, bis ein Mord in Wexfords Umfeld geschieht...
In einem zweiten Handlungsstrang spielt die schon aus vorherigen Bänden bekannte Polizistin Hannah Goldsmith die Hauptrolle. Sie befasst sich als selbsternannte Vorkämpferin gegen Rassismus mit Vorliebe mit Fällen, die Ausländer involvieren und merkt nicht, dass sie selbst voller Vorurteile ist. Im vorliegenden Buch verdächtigt sie die pakistanische Familie Rahman, ihre Tochter zwangsverheiraten zu wollen, bzw. sie aus Gründen der Ehre ermordet zu haben. Gegen Ende des Romans verflechten sich die beiden Handlungsstränge miteinander.
Dieses Buch ist kein typischer Krimi nach dem Muster "Mord - Ermittlung - Auflösung". Während der ersten zwei Drittel passiert so gut wie gar nichts, vielmehr ergeht sich Wexford in Erinnerungen an seine Zeit als Polizeianwärter. Auch sein Liebesleben als junger Mann wird minutiös aufgerollt. Der Leser gewinnt Einblick in die gravierenden Veränderungen, die die englische Gesellschaft in den letzten vier oder fünf Jahrzehnten durchlaufen hat. Dieser Mangel an "Action" ist meiner Einschätzung nach der Grund dafür, dass "The monster in the box" (bei amazon) keine sehr guten Kritiken bekommen hat. Fans hochspannender Krimis a là Karin Slaughter, Tess Gerritsen & Co würde ich vom Kauf dieses Buchs abraten. Wer allerdings auch ruhigere Krimis und solche mit Rückblenden in frühere Zeiten (wie z.B.die Serie um Alan Banks von Peter Robinson) mag, könnte sich angesprochen fühlen. Mir persönlich hat das Buch gut gefallen, lediglich zum Ende hin wirkten ein paar Handlungsabläufe etwas konstruiert.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 22. Juli 2011 | | | | | | | |
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